Die Fahrräder mit dem Panther am Steuerkopf
Allgemeines:
Wichtig für die historische Erfassung und Einordnung von Fahrrädern sind Merkmale, die möglichst eine eindeutige Bestimmung eines Rades ermöglichen. Grundsätzlich kann zur Bestimmung in diesem Sinn jedes Detail beitragen. Man muss jedoch sicher sein, dass die Merkmale bzw. Details authentisch sind, d. h. tatsächlich zu dem ursprünglichen Rad gehören.
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Steuerkopfschilder |
Bis heute haben Fahrräder Steuerkopfschilder. Sie bieten die beste Grundlage zur Bestimmung des Herstellers. Bei Panther gibt es eine lange Tradition, den Pantherkopf in den unterschiedlichsten Ausprägungen zu verwenden. Siehe hierzu gesondertes Kapitel
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Schutzblechfiguren |
Zu Beginn der 30er Jahre begannen die meisten Hersteller, auf die verlängerten Schutzbleche über dem Vorderrad eine Symbolfigur zu platzieren. Bei Panther war dies eine Pantherfigur. Diese wurde während der folgenden Jahre mehrfach geändert und lässt, wenn original, eine grobe zeitliche Bestimmung zu. Siehe hierzu gesondertes Kapitel
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Rahmennummer |
Die Rahmennummer im Zusammenhang mit dem Steuerkopfschild ermöglicht eine eindeutige Identifizierung des Baujahres. Bei Panther waren die Nummern bis in die 90er Jahre chronologisch. Siehe hierzu gesondertes Kapitel
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Rahmen |
Der Rahmen als zentrales Teil wurde von den meisten namhaften Herstellern selbst gefertigt. Im Vergleich mit anderen Herstellern gibt es viele Unterschiede. Über die Jahre wurde an den Rahmen natürlich auch weiterentwickelt. Dennoch ist es nicht einfach, einen nackten Rahmen zu bestimmen. Den Pantherrahmen schlechthin gibt es, wenn überhaupt, nur epochenbezogen. |
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Tretlager und Kettenblatt |
Tretlager und Kettenblätter gehörten auch lange zu den Spezifika der jeweiligen Hersteller. Allerdings wurden sie wegen Verschleiß im Laufe der Zeit auch oft ausgetauscht. Hier ist zuallererst die Kettenteilung des Blattes ein Hinweis auf das Alter. Es gab 1“ Ketten bis ins 20ste Jahrhundert, 5/8“ Ketten bis in die 30er Jahre und nach dem Krieg eigentlich nur noch ½“ Ketten. Bei originalen Tretlagern ist oft der Hersteller auf der Achse eingeschlagen. Auch die Augenform der Pedalarme zur Aufnahme auf die Tretachsen und die Verschraubungsmuttern sind bis zur Normung in den frühen 50er Jahren individuell. Bei Panther wurde ein Flachkegel verwendet, der an gegenüberliegenden Seiten gerade „Schlüsselflächen“ hatte. Das Profil der Tretarme sowie die Abdeckglocken derselben sind ebenfalls Merkmale zur Unterscheidung. |
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Gabel |
Gabeln wurden oft selbst hergestellt aber auch oft zugekauft. Bei Panther wurde eine 2-stellige Jahreszahl auf das Steuerrohr eingeschlagen. |
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Laufräder |
Die Laufräder wurden meist im Werk zusammengebaut, aber bis auf die Lackierung waren es Zukaufteile, die bei vielen Herstellern gleich waren. Die Naben unterschieden sich allerdings mehr auf Grund individueller Kundenwünsche. |
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Schutzbleche |
Bei den Schutzblechen gab es immer wieder Besonderheiten. Einige Hersteller ließen sich eigene Bleche anfertigen. Ebenso die Verschraubungen der Schutzblechstreben waren oft spezifisch. Hier gibt es ein Panther-spezifisches Abdeckblech. |
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Lackierung |
Wenn die Originallackierung noch erhalten ist, ist die Sache einfach. Aber diese wurde meist zuallererst ersetzt. Panther bot vor dem 1. Weltkrieg eine breite Palette aufwendiger Lackierungen an. Ein entsprechendes Prospektblatt ist erhalten. |
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Lenker mit Bremse |
Auch wenn in alten Katalogen mit der besonderen Form der Lenker geworben wird ist es aus heutiger Sicht und ohne Vergleich sehr schwer, hier Unterschiede auszumachen. Allerdings gab es Gestängebremsen, die in ihrer Ausprägung einzig waren. |
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Sattel, Kettenschutz, Werkzeugbehälter, Beleuchtung, Glocken |
Diese Bauteile eigneten sich als Werbeträger und wurden entsprechend genutzt. Allerdings wurden sie meist zugekauft, auch wenn der entsprechende Fahrradhersteller z. B. auf der Werkzeugtasche eingeprägt war. Siehe zu Glocken gesondertes Kapitel |
Die Panther-Fahrräder haben, wie im Kapitel Historie ausgeführt, zwei Wurzeln. Da es heute wenig wenn nicht sogar gar keine erhaltenen Panther- oder Brunsviga- Fahrräder aus dieser Zeit von 1896 bis 1907 gibt, stützt sich deshalb die Beschreibung der Fahrzeuge aus dieser Zeit vor allem auf Kataloge, soweit verfügbar, auf Anzeigen in entsprechenden Zeitschriften und auf sonstige Veröffentlichungen.
Magdeburg:
Erhalten und zugänglich sind aus der Magdeburger Zeit die Kataloge von 1899 und 1900. Panther hat die Modelle sowohl mit Nummern als auch mit beschreibenden Namen versehen. In der folgenden Tabelle sind diese beiden Kataloge ausgewertet:
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Modell Panther |
Katalog 1899 |
Katalog 1900 |
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Nr. 17 |
Halbrenner, Herren |
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Nr. 18 |
Leichter Straßenrenner Herren |
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Nr. 29 |
„Populär“, Herren |
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Nr. 30 |
„Populär“, Damen |
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Nr. 31 |
Feines Tourenrad |
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Nr. 32 |
Leichter Straßenrenner, Herren |
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Nr. 33 |
Leichter feiner Straßenrenner |
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Nr. 34 |
Luxusrad, Herren |
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Nr. 35 |
Bahnrenner, Herren |
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Nr. 36 |
Feines Damenrad |
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Nr. 37 |
Luxus Damenrad |
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Mädchenrad, Knabenrad |
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Panther Tourentandem |
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Nr. 38 |
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„Populär“, Billiges Touren- und Halbrennrad |
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Nr. 39 |
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Feines Tourenrad, Herren |
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Nr. 40 |
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„Populär“ Damen Tourenrad |
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Nr. 41 |
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Feiner Halbrenner, Herren |
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Nr. 42 |
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Leichter feiner Straßenrenner, Herren |
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Nr. 43 |
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Bahnrenner, Herren |
| Feines Damenrad |
Man kann als sicher annehmen, dass es Räder mit den Modell Nr. 1-16 im Zeitraum 1896 bis 1899 gab. Ebenso gab es weitere Modelle nach 1900. Wie weit die Nummerierung in Magdeburg ging, ist bisher nicht bekannt.
Braunschweig:
Die Räder aus dem Braunschweiger Ursprungswerk trugen den Markennamen BRUNSVIGA.
Dem Verfasser ist weder ein Fahrzeug noch ein Katalog aus der Zeit vor 1907 bekannt.
Allerdings gibt es eine Beschreibung eines Brunsviga-Rades in Bildern aus der deutschen Automobil-Industrie, Automobil-Welt (Hrsg.), Berlin 1905
Ebenfalls aus dem Jahre 1905 gibt es ein Prospektblatt mit einem Damen- sowie Herrenrad, noch mit 1“ Kettenteilung, als Sondermodelle mit der Bezeichnung „Billiges aber kräftiges Touren- respektive Damenrad“.
In der örtlichen Presse wurden damals ebenfalls Anzeigen geschaltet. Bekannt sind solche aus dem Jahre 1907, vor der Fusion.
Nach der Fusion fuhr Panther zwei- bzw. dreigleisig. Das Zugpferd bei den Kunden war das Panther-Rad. Aber auch das Brunsviga-Rad wurde weiter produziert und verkauft. Hinzu kam das Tempo-Rad, vormals Minden, dessen Namenrechte das Panther-Werk um 1910 aufgekauft hatte. Die genauen Umstände, eine Typenübersicht, Bestimmungsmerkmale, die über das Steuerkopfschild hinausgehen und Produktionszahlen sind jedoch nur für die Produkte mit dem Pantherkopf am Steuerkopf einigermaßen bekannt, für die anderen Marken kann eine Klärung nur im Einzelfall erfolgen.
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Panther Modell Nr. |
Katalog ca. 1923, „zwei Jahre nach unserem 25-jährigen Bestehen“ |
Katalog ca. Ende der 20er Anfang der 30er Jahre |
Katalog-Faltblatt von 1936 |
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Nr. 90 |
Rassige Rennmaschine, Herren |
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Nr. 91 |
Leichte, stabile Tourenmaschine, Herren |
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Nr. 92 |
Elegantes, kräftiges Tourenrad, Herren |
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Nr. 93 |
Schneidiger, moderner Halbrenner, Herren |
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Nr. 94 |
Hochfeines, Kräftiges Tourenrad, Herren |
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Nr. 95 |
Elegantes Damenrad |
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Nr. 96 |
Leichte Luxus Damenmaschine |
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Nr. 97 |
Starkes Geschäftsrad |
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Nr. 99 |
Feines, kräftiges Gebrauchsrad, Herren |
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Nr. 100 |
Tourenmaschine als Geschäftsrad |
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Nr. 101 |
Saalmaschine Herren |
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Nr. 103 |
Luxus Tourenmaschine, Herren |
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Nr. 104 |
Elegante, leichte Luxus Damenmaschine |
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7 |
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Geschäfts- und Transportrad |
Wie vor |
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10 |
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Geschäftsrad |
Wie vor |
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14 |
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Rassige Rennmaschine |
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32 |
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Vornehmes Herren-Tourenrad |
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33 |
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Schneidiger moderner Halbrenner, Herren |
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34 |
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Eleganter leichter Straßenrenner, Herren |
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35 |
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Damenrad in vornehmer Ausführung |
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39 |
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Kräftiges Gebrauchsrad, Herren |
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42 |
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Elegantes Tourenrad |
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45 |
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Vornehmes Herren-Tourenrad, Nr. 45 H als hochdruckbereift |
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50 |
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Gutes Gebrauchsrad, Herren |
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55 |
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Dauerhaftes Tourenrad |
Nr. 55 H als Halb-Ballon |
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60 |
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Solides Damenrad |
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64 |
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Feines Damenrad, Nr. 64 H als hochdruckbereift |
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65 |
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Feines Damenrad |
Nr. 65 H als Halb-Ballon |
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80 |
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Stromlinienform Halbballon |
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134 |
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Ballon bereifter Straßenrenner |
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135 |
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Ballonbereiftes elegantes Damenrad |
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139 |
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Ballonbereiftes Herren-Tourenrad |
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140 |
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Chrom-Luxus-Ballon-Herrenrad |
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145 |
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Chrom-Luxus-Ballon-Damenrad |
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150 |
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Modernes Ballon-Herrenrad |
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155 |
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Ballonbereiftes Herrentourenrad |
Wie vor |
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160 |
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Elegantes Ballon Damenrad |
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165 |
|
Ballonbereiftes Damenrad |
Wie vor |
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170 |
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Wie Nr. 150, Bereifung 26x1.75 |
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175 |
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Wie Nr. 160 Bereifung 26x1.75 |
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180 |
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Stromlinienform Ballonrad |
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Knabenrad |
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Von den Brunsviga- Rädern sind an Hand eines undatierten Prospektblattes folgende Typen bekannt:
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Brunsviga Typ |
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Extra I |
Tourenrad |
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Extra II |
Feines leichtes Tourenrad resp. Halbrenner |
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Extra III |
Damenrad |
Vermutet wird, das es sich um ein Katalogblatt kurz vor dem 1. Weltkrieg handelt.
Die abgebildeten Brunsviga-Fahrräder haben ein charakteristisches Kettenblatt. Weitere signifikante Unterscheidungen zu anderen Rädern aus der Zeit sind an Hand der Bilder jedoch nicht feststellbar.
Da das Braunschweiger Pantherwerk im 2. Weltkrieg nicht zerstört worden war, konnte bald nach Kriegsende wieder angefangen werden.
Eine Typenaufstellung ergibt sich vor allem an Hand eines mehrfarbigen und mehrseitigen Katalogfaltblattes aus den frühen Fünfzigern sowie weiterer Einzelblattdarstellungen, die z. T. 1956 in einem sogenannten „Händlerkatalog“ zusammengefasst waren.
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Panther Modell Nr. |
Katalog-Faltblatt Anfang der 50er Jahre |
Katalog-Blatt Ende der 50er Jahre |
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1 |
Herren Tourenrad Beste Ausstattung 28“ |
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2 |
Damentourenrad, Beste Ausstattung 28“ |
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5 / L |
„Köln“, Sportrad 26“ Herren |
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6 / L |
„Köln“, Sportrad 26“ Damen |
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7 |
Hollandrad 28“ Herren |
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8 |
Hollandrad 28“ Damen |
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9 |
„Paris“ Straßenrennmaschine |
Wie vor |
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11 |
Herren Tourenrad 26“ |
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12 |
Damen Tourenrad 26“ |
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14 |
|
„Pfiff“, Zerlegbares Campingrad |
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77 u. 77L |
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Herren 26“, Sportrad |
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78 u.78 L |
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Damen 26“, Sportrad |
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79 u. 79L |
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Herren 28“, Sportrad |
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80 u. 80L |
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Damen 28“, Sportrad |
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101 |
Herren Tourenrad 28“ |
Wir vor |
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102 |
Damen Tourenrad 28“ |
Wie vor |
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103 |
Herren Tourenrad, bunt 28“ |
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104 |
Damen Tourenrad bunt 28“ |
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105 / L |
„Dresden“ Sportrad Luxus Herren |
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106 / L |
„Dresden“ Sportrad Luxus Damen |
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117 |
|
Herren 26“, Luxus-Sportrad |
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118 |
|
Damen 26“, Luxus-Sportrad |
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119 |
|
Herren 28“, Luxus-Sportrad |
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120 |
|
Damen 28“, Luxus-Sportrad |
|
127 L |
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„Tour de France“ Supersport und Rennrad |
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205 |
„München“, 26“ u. 28“ Herren |
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212 |
„München“, 26“ u. 28“ Damen |
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Ju 1 |
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Knabenrad 24x1.75 |
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Ju 2 |
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Mädchenrad 24x1.75 |
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Ju 3 |
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Knabenrad 26x1.75 |
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Ju 4 |
|
Mädchenrad 26x1.75 |
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Ju 6 |
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Knaben und Mädchenrad |
Wie man sieht, ist die strenge Nummerierung der Vorkriegszeit durchbrochen. Es scheint nunmehr Nummernkreise zu geben. Dies macht Sinn, da Panther, wie andere Hersteller auch, ein „Modell“ jetzt in bis zu 6 verschiedenen Farben, in 3 Rahmenhöhen und 2 Radgrößen anbietet. Vor allem die Farbigkeit ist ein Ausdruck der 50er Jahre. Je nach Typ kam das von außen einstellbare Panther-Tretlager oder das Keil-Lager zum Einsatz. Gegenüber der Vorkriegszeit gab es keine „Halbrenner" mehr, dafür gab es jetzt das sogenannte „Sportrad“. Allerdings war das keine alleinige Panther-Erfindung. Im Programm finden sich darüber hinaus Typen wie das Hollandrad und Modelle mit doppeltem Oberrohr, wie bei den französischen Rädern der damaligen Zeit. Als absolute Neuerung wird das zerlegbare Rad „Piff“ aus der Taufe gehoben. Und das Jugendrad hält verstärkt Einzug in die Produktionspalette bei Panther.
Die Produktion im Braunschweiger Pantherwerk wurde 1963 eingestellt.
Bad Wildungen:
Die neue Firmenleitung ab 1962 hatte neben den Pantherwerken einige alte Fahrradfirmen aufgekauft. So war es für sie naheliegend, im Zuge einer Sanierung der einzelnen Firmenteile eine Standardisierung durchzuführen. Dabei entstand ein Katalogfaltblatt, das im folgenden tabellarisch dargestellt ist. Es wird deutlich, dass man vor allem für freizeitliche Sporträder und Kinderräder einen Markt sah.
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Panther Modell Nr. |
Katalog-Faltblatt "Bielefeld" |
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Cardinale |
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760 |
Herren Sportrad 26x1.75 |
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860 |
Damen Sportrad 26x1.75 |
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780 |
Herren Sportrad 28x1.75 |
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880 |
Damen Sportrad 28x1.75 |
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Silvretta |
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561 |
Herren Sportrad 26x1.75 |
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661 |
Damen Sportrad 26x1.75 |
|
581 |
Herren Sportrad 28x1.75 |
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681 |
Damen Sportrad 28x1.75 |
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Castello |
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571 |
Herren Sportrad 28x1 3/8 x1 5/8 |
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671 |
Damen Sportrad 28x1 3/8 x1 5/8 |
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Noblesse |
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|
365 |
Herren Sportrad 26x1.75 |
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465 |
Damen Sportrad 26x1.75 |
|
385 |
Herren Sportrad 28x1.75 |
|
485 |
Damen Sportrad 28x1.75 |
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Rennsport |
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|
770 |
Rennsport |
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Kinderräder |
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16 |
Kinderrad |
|
18 |
Kinderrad |
|
20 K |
Kinderrad |
|
29 M |
Kinderrad |
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14 |
Kinderrad |
|
15 |
Kinderrad |
|
900 |
Kinderrad |
Pantherfahrräder gibt es bis heute. Sie werden immer noch in Bad Wildungen hergestellt. Auf der hauseigenen Homepage findet man das heutige Produktionsprogramm.
Für weitere Fragen zu Fahrrädern:
Wulf Mönnich (wulf dot moennich at dlr dot de)